Diese Geschichte entstand, als eine junge Dame vorschlug, doch mal was ueber Kaese zu schreiben. Ich postete zunaechst unter dem Titel "Na sowas, O'Reilly" mit einem anderen Schluss, den ich hier abgeschnitten habe, da sich das ganze zu sehr wie eine Kindergeschichte las. (Tut es vielleicht immer noch, aber nicht mehr so sehr
O'Reilly schleppte die Einkaufstasche in die winzige Küche seines Cottage, wo er sie auf den Tisch hievte. Er hatte gerade alles auf den Tisch geräumt, als das Telefon im Wohnzimmer lärmte. Die Tasche auf den Stuhl in der Ecke werfend, schlurfte er davon.
Drei Tage später saß sein Enkel Toby in der Küche, mampfte Bratkartoffeln, spülte alles mit Buttermilch runter und quasselte seinem Großvater ein Ohr ab. Als der Junge dann endlich so weit gesättigt war, daß er die nächste halbe Stunde wohlbehalten überstand (Mensch Opa, nenn mich Socke, ich bin gestopft!) wanderte Toby herum und beguckte sich wie immer die alten, vergilbten Bilder und Sticktücher, die da hingen. Sein Rundweg führte ihn dabei in die Ecke, in der ein alter, klappriger Stuhl stand, den O'Reillys Großvater selbst noch angefertigt hatte. Plötzlich sagte er "Mensch Opa, hier stinkts aber! Mann, war das die Katze?"
Wie? O'Reilly stutzte.
Die ging doch immer auf ihr Kistchen im Bad oder nach draußen? Er wanderte selbst herum, schnupperte und guckte.
Tatsächlich, na da soll doch.......
Dann bemerkte er die Einkaufstasche und schlagartig fiel ihm etwas ein....
"Na ja," sagte O'Reilly, "guck mal schnell in den Kühlschrank, Jungchen und sag mir, ob der Limburger drin ist."
Der Limburger war nicht im Kühlschrank, sondern in der Einkaufstasche, die in der warmen Küche lag. Und an dem Geruch, der Toby die Zehennägel aufrollte, war auch nicht O'Reillys kleine Tigerkatze schuld, sondern ein importierter Käse aus Deutschand....
Samstag, 16. Mai 2009
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